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Minimal-invasive Evakuation von intrazerebralen Blutungen (ICB)

Leitung:Dr.-Ing. Jessica Burgner-Kahrs
Laufzeit:09/2014-08/2016
Förderung durch:National Institutes of Health (NIH) R21
Link:ICH
Bild Minimal-invasive Evakuation von intrazerebralen Blutungen (ICB)

Ziel des Projektes ist das Design, die Konstruktion und Evaluierung einer steuerbaren Hohlnadel zur minimal-invasiven Evakuierung akuter intrazerebraler Blutungen (ICB) von innen heraus. 15% aller Schlaganfallpatienten erleiden eine ICB. Diese Erkrankung hat eine hohe Mortalität von bis zu  50% innerhalb von 3 Monaten und von bis zu 60% innerhalb einen Jahrs. Bei Patienten mit zerebellärer ICB mit einem Durchmesser > 3cm oder einem Volumen > 20 cmwird eine chirurgische Hämatomevakuation vorgenommen. Trotz der Möglichkeit das Gehirn zu dekomprimieren ist der schlechte klinische Outcome wohl dadurch begründet, dass während der Operation ein hoher Anteil vom ICB unbetroffenes Gehirngewebe passiert werden muss um zur Hämorrhagie vorzudringen. Um die chirurgische Dekompression zu verbessern, schlagen wir ein System vor, welches die Hämorrhagie durch einen kleinen Zugang von innen heraus evakuiert.

Mit einer steuerbaren Hohlnadel wird dabei zunächst auf direktem Weg zur Hämorrhagie durch ein kleines Bohrloch im Schädel vorgedrungen. Durch die Insertion einer weiteren Hohlnadel mit kleinerem Durchmesser erfolgt dann die Absaugung. Die Absaugnadel ist dabei aus einem elastischen Material und vorgebogen und wird durch lineare oder rotatorische Bewegungen innerhalb der Hämorrhagie bewegt. Das Projekt hat es zum Ziel Computertomographieaufnahmen (CT) und eine Deformationsmodells des Gehirnes mit dem Hohlnadelsystem zu komninieren. Zur Demonstration der Machbarkeit werden in vivo Versuche an Schweinen durchgeführt.

Das Projekt ist eine interdisziplinäre internationale Kooperation von Wissenschaftlern der Vanderbilt University und dem Vanderbilt University Medical Center in den USA und der Leibniz Universität Hannover in den Bereichen Neurochirurgie (Kyle D. Weaver), mechanisches Design und chirurgische Instrumentenentwicklung (Robert J. Webster III), biomechanische Modellierung (Mike I. Miga), Informatik (J. Burgner-Kahrs) und klinischer Forschung (Phil Williams).

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